Richtlinien für die Containerbeladung

I. Vorbereitungsarbeiten

Die Vorbereitung ist die Grundlage dafür, dass später alles reibungslos verläuft.

  1. Kennen Sie die Details Ihrer Fracht:

    • Abmessungen, Gewicht und Volumen: Messen Sie genau, damit Sie den richtigen Containertyp und die benötigte Anzahl ermitteln und den Beladeplan erstellen können.
    • Art der Güter: Handelt es sich um Stückgut, Gefahrgut, Kühlgut, übergewichtige/überdimensionale Güter oder hochwertige Güter? Für verschiedene Frachtarten gelten unterschiedliche Regeln.
    • Verpackung: Stellen Sie sicher, dass sie für den Langstreckentransport und mehrere Umladungen stabil genug ist. Holzkisten oder -paletten müssen die Begasungsanforderungen des Importlandes erfüllen (wie z. B. das IPPC-Zeichen).
    • Besondere Bedürfnisse: Benötigt es Feuchtigkeitsschutz, Stoßfestigkeit, Belüftung, Aufhängung usw.?
  2. Wählen Sie den richtigen Container:

    • Größen: Meist 20-Fuß-Standard (GP), 40-Fuß-Standard (GP) oder 40-Fuß-High-Cube (HC/HQ).

    • Typen:

      • Standard-Trockencontainer (GP): Für die meisten regulären Güter.
      • High Cube (HC/HQ): Ideal für leichte, sperrige Güter oder höhere Ladungen.
      • Open Top (OT): Für überhohe Ladungen, die von oben mit einem Kran verladen werden müssen.
      • Flat Rack (FR): Für besonders lange, breite oder schwere, übergroße Teile.
      • Reefer (RF): Für temperaturgesteuerte Güter.
      • Kleidercontainer (Kleiderbügel): Ausgestattet mit Kleiderstangen für Kleidung.
  3. Überprüfen Sie den Container:

    • Äußere Prüfung: Achten Sie auf offensichtliche Schäden, Dellen, Löcher oder Verformungen.

    • Innere Prüfung:

      • Sauber und trocken: Keine Rückstände, Ölflecken, Feuchtigkeit oder Gerüche.
      • Strukturell intakt: Wände, Dach und Boden intakt, keine Löcher oder Risse in den Ecken.
      • Gute Abdichtung: Türdichtungen in gutem Zustand und Türen schließen dicht.
      • Stabil genug: Boden- und Eckpfosten können die Last tragen.
      • Dokumentieren Sie alles: Wenn es ein Problem gibt, melden Sie es sofort dem Frachtführer (Schifffahrtsgesellschaft), besorgen Sie einen Ersatz und machen Sie Fotos/Aufzeichnungen, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

II. Ladevorgänge

Dies ist der wichtigste Teil – er wirkt sich direkt auf die Sicherheit der Ladung aus.

  1. Wenn die Bestellung des Kunden gemischte Größen/Volumina enthält und Sie nicht sicher sind, ob alles passt, klären Sie die Prioritäten vorab mit ihm.

  2. Wischen Sie vor dem Verladen jeglichen Staub von der Produktverpackung ab und kehren Sie den Containerboden sauber. Kartons sollten mit der Öffnung nach oben ausgerichtet sein, und treten Sie niemals direkt auf die Verpackung – keine Fußabdrücke erlaubt.

  3. Grundprinzipien:

    • Gleichmäßige Gewichtsverteilung: Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig über den Boden. Niemals „schwer an einem Ende, leicht am anderen“. Legen Sie schwere Gegenstände nach unten, leichtere nach oben. Eine ungleichmäßige Verteilung kann dazu führen, dass der Container beim Anheben oder Transport kippt, was zu schweren Unfällen führen kann.
    • Niedriger und zentrierter Schwerpunkt: Halten Sie die schweren Sachen niedrig und so nah wie möglich an der Mitte, um die Stabilität zu gewährleisten.
    • Fest und sicher – keine Lücken: Kein Platz zwischen den Frachtstücken oder zwischen der Fracht und den Wänden. Verwenden Sie Füllstoffe wie Luftsäcke, Schaumstoff, Holzblöcke oder Pappe zur Aussteifung, Polsterung und Unterstützung, um ein Verrutschen, Stoßen oder Zusammenbrechen während des Transports zu verhindern.
    • Keine Überlastung: Auf der Containertür sind das maximale Bruttogewicht, das Leergewicht und die Nutzlast (Nettogewicht) angegeben. Überschreiten Sie niemals das maximale Bruttogewicht und beachten Sie auch die Gewichtsbeschränkungen für die Straße.
    • Keine exzentrische Beladung: Vermeiden Sie ein Ungleichgewicht von vorne nach hinten oder von Seite zu Seite.
  4. Praktische Tipps zum Verladen:

    • Solide Basisschicht: Verwenden Sie Paletten oder Stauholz, um einen stabilen Boden zu schaffen und den Zugang mit dem Gabelstapler zu erleichtern.

    • Sauberes Stapeln: Verwenden Sie ein ineinandergreifendes „Ziegelmuster“ für eine bessere Stabilität.

    • Platz maximieren: Füllen Sie ihn so weit wie möglich, ohne die Sicherheit oder die Gewichtsgrenzen zu beeinträchtigen. Bei leichten, sperrigen Gütern können Sie etwas komprimieren – solange die Ware nicht beschädigt wird.

    • Sichern und Verzurren:

      • Verwenden Sie Gurte, Seile oder Stahlseile, die an den Zurrringen des Containers befestigt sind.
      • Fügen Sie Holzstreben oder Stützpfosten für die seitliche oder Längsunterstützung hinzu.
      • Verwenden Sie für schwere oder unregelmäßig geformte Gegenstände professionelle Sicherungsmaterialien.
    • Besondere Behandlung von Fracht:

      • Flüssigkeiten: Stellen Sie sicher, dass die Fässer dicht verschlossen sind, stellen Sie sie aufrecht hin und lassen Sie Platz für die Ausdehnung.
      • Zerbrechliche Gegenstände: Deutlich mit „ZERBRECHLICH“ kennzeichnen, oben platzieren und mit viel Polstermaterial umgeben.
      • Gefahrstoffe: Befolgen Sie strikt den IMDG-Code, verwenden Sie zugelassene Behälter, bringen Sie die entsprechenden Gefahrgutaufkleber an und halten Sie die MSDS-Unterlagen bereit.
  5. Sicherheitshinweise:

    • Persönliche Schutzausrüstung: Tragen Sie beim Verladen Schutzhelme, Sicherheitsschuhe und andere PSA.
    • Sichere Handhabung: Verwenden Sie die richtige Ausrüstung (Gabelstapler usw.) und koordinieren Sie sich sorgfältig beim manuellen Heben.
    • Im Inneren des Containers: Sorgen Sie für eine gute Belüftung, insbesondere wenn Gabelstapler laufen, um Abgasansammlungen zu vermeiden. Lassen Sie immer jemanden draußen die Aufsicht führen, falls jemand versehentlich eingesperrt wird.

III. Versiegelung und Dokumentation

  1. Anbringen der Plombe:

    • Sobald die Verladung abgeschlossen ist, bringt die verantwortliche Partei (in der Regel der Verlader oder Agent) unverzüglich eine hochsichere Bolzenplombe an den Türen an.
    • Notieren Sie die Plombennummer – sie muss mit der auf dem Frachtbrief übereinstimmen. Dies ist ein wichtiger Beweis für die Übergabe und Haftung.
    • Vergewissern Sie sich nochmals, dass die Türverriegelungsstangen vollständig eingerastet und die Türen fest verschlossen sind.
  2. Dokumentation und Aufzeichnungen:

    • Machen Sie Fotos/Videos – entscheidende Beweise:

      • Leerer Containerinnenraum.
      • Wichtige Schritte während des Verladens.
      • Vollständig beladener Innenraum (der die Sicherung und Füllung zeigt).
      • Nahaufnahme der Plombe, nachdem die Türen geschlossen wurden.
      • Foto mit Container- und Plombennummer im selben Bild.
    • Erstellen Sie einen Ladeplan/ein Ladeschema: Diagramm, das die Positionen der Ladung und die Gewichtsverteilung zeigt, um dem Entladehafen ein effizientes Entladen zu ermöglichen.

    • Überprüfen Sie die Papiere: Stellen Sie sicher, dass Zolldeklarationen, Frachtbriefe usw. genau mit dem übereinstimmen, was sich tatsächlich im Inneren befindet.

Kurze Erinnerungsreime:

  • „Überprüfen Sie zuerst die Kiste – wissen Sie, was Sie haben, bevor Sie anfangen.“
  • „Schwer auf leicht ist falsch; groß auf klein gehört nicht dazu.“
  • „Gleichmäßige Verteilung ist der Schlüssel; aussteifen und füllen, um das Schütteln zu stoppen.“
  • „Keine Überlastung, kein Versatz – Sicherheit geht vor, keine Reue.“
  • „Versiegeln, schnappen, klar dokumentieren – Übergabe ohne Angst.“

Die Einhaltung dieser Richtlinien wird viel dazu beitragen, dass Ihre Fracht sicher, pünktlich und in einwandfreiem Zustand an ihrem Bestimmungsort ankommt – wodurch unnötige Verluste oder rechtliche Probleme vermieden werden.